Wichtige Worte
Auf dieser Seite werden nach und nach wichtige Worte aus dem Feld und dem Umfeld der kirchlich-diakonischen Öffentlichkeitsarbeit erläutert - ein langsam wachsende Wissenschatz mit dem Stand vom April 2012.
A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - XYZ
Absender – im Kommunikationsmodell derjenige, der einen kommunikativen Impuls aussendet
Adressat – im Kommunikationsmodell derjenige, der den kommunikativen Impuls des Abenders wahrnimmt
Briefing – (to brief: »unterrichten, informieren«) möglichst klare Angaben über die Ziele und den Rahmen einer Maßnahme, die ein Auftraggeber einem Dienstleister macht
Blindtext – eine Buchstabenfolge ohne Sinngehalt, mit deren Hilfe die spätere Wirkung von Texten etwa in Flyern oder Websites überprüft werden kann; bekannt ist die Zeichenfolge »lore ipsum«
Content Management System (CMS) – ein Hilfsprogramm, das ohne HTML-Kenntnisse Veränderungen von Inhalten auf Websites ermöglicht
Corporate Identity – (»vereinheitliches Identität«) auch CI, abgestimmte und konzentrierte Formulierung einer Organisation über gemeinsame Ziele und Aufgaben
Corporate Design – (»vereinheitlichtes Erscheinungsbild«) auch CD, Regelwerk für die einheitliche grafische Erscheinung einer Organisation mit Bestimmungen zu Logo, Schrift, Farbe, Formaten
Crossmedia – zielgerichtete und an einer Leitidee ausgerichteten Kommunikation, die sich mehrerer abgestimmter Maßnahmen und Instrumente bedient, um die Adressaten möglichst vielseitig zu erreichen
Darstellungssicherheit – im Internet der Versuch, eine Website so zu gestalten dass alle Nutzenden sie in gleicher Weise sehen, was durch die unterschiedlichen Browser ein nahezu aussichtsloses Unterfangen ist
Event – eine Veranstaltungsqualität, die eine positive Einstellung zum Veranstalter (mitsamt seiner Dienstleistung oder Produkte) und nachhaltige Erinnerung bewirkt
Farben – durch die Kombination aus den drei Farben Rot, Grün und Blau (»RGB«) entstehen auf dem Bildschirm und im Tintelstrahldrucker alle möglichen Einzelfargen (»addiditve Farbmischung«)
Fremdbild – dasjenige Bild, dass sich Adressaten von einem Absender machen
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Grammatur – nennt das Gewicht eines Papierbogens in der Größe eines Quadratmeters, etwa 80 g/qm (=80 Gramm pro Quadratmeter)
HTML (Hypertext Markup Language) – wörtlich »Hyper-Text-Auszeichnungs-Sprache«, eine Sprache zur Strukturierung von Texten, Bildern und Hyperlinks durch »Auszeichnung« einzelner Textteile etwa als Überschrift oder Absatz; dieser strukturierte Text heißt »Quelltext« und wird durch Browser interpretiert und als eine Seite dargestellt
Hyperlink (auch: Link) – ein Verweis im Text, der automatisiert zu einer anderen Seite, einem anderem Dokument oder zu einer anderen Site führt; zu unterscheiden sind interne Links (innerhalb einer Site) von externen Links (zu einer anderen Site); Links innerhalb einer Seite heißen Sprungmarken
Imprimatur – die finale Druckfreigabe nach der letzten Korrektur
interne Kommunikation – der Teil der Öffentlichkeitsarbeit, der sich an die »innere« Adressaten richtet; was aber innen und was außen ist, bildet eine schwierige Definition und muss in jedem Fall neu geklärt werden; häufig bestimmt die Frage der gebahnten Kommunikationswege oder der formalen Zugehörigkeit die Grenze zwischen intern und extern
Internet – rein technisch ein weltweites Netz von Computern zum Austausch von Informationen; im engeren Sinne die Basis für das world wide web (www), einem Teil des Internets, in dem nach definierten Regeln des World Wide Web Consortiums (W3C) kommuniziert wird
Journalistik – die Wissenschaft vom Journalismus
Journalismus – der Versuch, die Öffentlichkeit durch Medien über wichtige Sachverhalte objektiv zu informieren und ihnen zu helfen, diese Sachverhalte einzuordnen
Kommunikation – der Moment, in dem ein Adressat ein Angebot eines Absenders wahrnimmt, und alles, was anschließend zwischen Adressat und Absender passiert
Konstruktivismus – eine Strömung der Erkenntnistheorie, nach der wir die Phänomene unserer Wahrnehmung in sinnvolle Zusammenhänge stellen, also unsere jeweiligen Welten konstruieren
Krise – medizinisches Fachwort für den entscheidenden Moment einer Krankheit; hier eine öffentlich wahrgenommene Situation, in der die Existenz oder die Leistungsfähigkeit einer Organisation auf dem Spiel steht
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Logo – grafisch gestaltetes Signet, mit dem eine Organisation ihr Selbstbild zum Ausdruck bringt; das Logo kann aus einer reinen Wortmarke, einer reinen Bildmarke oder einer Verbindung von beidem bestehen
Marketing – Organisation von freiwilligen Austauschprozessen zwischen Anbietern und Adressaten in umgrenzten Märkten, um Ziele des Unternehmens zu erreichen (nach Philipp Kotler)
Marke –Summe der Eigenschaften oder Leistungen eines Absenders, die für die Adressaten einen bedeutsamen Unterschied gegenüber den Konkurrenten markieren
Millieu – Gliederung von großen Menschengruppen in kleinere Untergruppen, auf die jeweils definierte Kennzeichen (etwa Konsumverhalten, Lebensformen, Einstellung zu Werten, ...) zutreffen
Nachricht – »die um Objektivität bemühte Mitteilung eines allgemein interessierenden, aktuellen Sachverhaltes in einem bestimmten formalen Aufbau.« (Walther von La Roche)
Nonprofit-Organisation (NPO) – freiwillige Zusammenschlüsse von Menschen, organisatorisch vom Staat unabhängig und nicht gewinnorientiert; Gewinne werden für das Gemeinwohl reinvestiert und nicht an Privatpersonen ausgeschüttet
Nutzerfreundlichkeit (»usebility«) – »das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungkontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen« (Richtlinien zur Gebrauchstauglichkeit nach DIN EN ISO 9241 Teil 110); etwas einfacher gesagt: Kommt der Nutzer mit dem Medium zurecht und findet er, was er sucht?
Öffentlichkeitsarbeit – Konzeptionelle Öffentlichkeitsarbeit ist zielgerichtete Steuerung von Kommunikation mit den wichtigen Dialoggruppen; inhaltlich zielt die Öffentlichkeitsarbeit auf nachhaltige und dialogorientierte Vertrauensbildung, um das Fremdbild der Adressaten im Sinne des Selbstbildes des Absenders zu beeinflussen
Pressearbeit – Teilbereich der Öffentlichkeitsarbeit, die sich besonders an die Medien richtet und sie als Multiplikatoren zu gewinnen sucht; der Begriff konzentriert sich auf die gedruckten Medien und ignoriert den Wandel, der sich mit dem Bedeutungsgewinn von TV, Radio und vor allem Internet ereignet, weshalb besser von »Medienarbeit« zu sprechen wäre
Quadrat – dasjenige Bildformat, dass die größte Ausgewogenheit und Ruhe ausstrahlt, aber auch leicht langweilig wirken kann
Quelltext – die Seitenbeschreibung einer Seite im Internet, wie sie durch den HTML-Code festgelegt ist; der Quellcode wird durch Browser interpretiert und damit für die Nutzenden »ansehnlich«
Redundanz – absichtsvolle Wiederholungen gleichen Inhalts, eventuell in leicht wechselnder Form, um die Wirkung auf die Adressaten zu vertiefen
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Screen – wörtlich: »Bildschirm«, was der Nutzer auf dem Bildschirm sieht, ohne zu scrollen; je nach Größe des Bildschirms und der eingestellten Auflösung kann der Screen sehr unterschiedlich aussehen
Seite – im Internet ein durch HTML ausgezeichneter Text, formal in sich abgeschlossen
Selbstbild – dasjenige Bild, das sich ein Absender von sich selber macht
Site (auch: Website) – Zusammenhang von einzelnen Seiten, die über Hyperlinks miteinander verbunden sind und durch die gemeinsame Navigation einen leichten Zugriff ermöglichen; der alltagssprachlich gebrauchte Begriff »Homepage« führt in die Irre, denn er bezeichnet eigentlich nur die erste Seite einer Site, die Startseite
Social Software – Programme, die aus (ehemaligen) Konsumenten des Internets Handelnde machen, in dem sie selber Inhalte einstellen und aktiv miteinander kommunizieren, etwa in Foren oder durch Kommentare
Testimonial – wörtlich: »Zeugnis«, häufig positive Äußerung eines Person zu einem Produkt oder einer Dienstleistung, mit bei Adressaten um Zustimmung gewonnen wird
Typografie (auch: Typo) – die Lehre von den Schriften, also von den verschiedenen Schriftarten und deren Wirkungen sowie von den praktischen Regeln beim Einsatz (und Satz) von Schriften
URL (Uniform Resource Locator) – wörtlich: »einheitlicher Quellenanzeiger«, eine Zeichenfolge, die eine Seite oder ein Dokument in Computernetzen in der Regel durch Angabe des Netzwerkprotokolls (etwa: http) und des Speicherortes eindeutig identifiziert; in der Umgangssprache wird URL häufig als Synonym für Internetadresse verwendet.
Versalien – Grossbuchstaben
Werbung – will im Sinne der Haltung (als Motivation) »die Bekanntheit von Produkten erhöhen, Images ändern und Informationen übermitteln. Bedürfnisse sollen geweckt und Bedarf erzeugt werden. Werbung soll somit beim potenziellen Kunden ein Mangelgefühl erzeugen und gleichzeitig Lösungen anbieten, um diesen Mangel zu beseitigen. (...) Letztlich muss Werbung dem globalen Marketingziel der Umsatz- bzw. Absatzsteigerung dienen.« (Karl Schneider)
Zeitmanagement – managt nicht die Zeit, sondern den eigenen zielführenden Umgang mit der Zeit und in der Zeit; wird deshalb häufig im Doppelbegriff »Zeit- und Selbstmanagement« verwendet
Ziel/Ziele – Ziel beschreibt den Zustand, der durch eine Handlung erreicht worden sein wird [Futur II]; dieses übergeordnete Ziel gliedert sich mit Blick auf die Adressaten in die drei Bereiche wissen | fühlen | tun
© Hilmar Gattwinkel GKKD
