GKKD Gattwinkel Kommunikation für Kirche und Diakonie

Öffentlichkeitsarbeit

1. Begriff und Inhalt

In der Langfassung lautet eine mögliche Definition von kirchlich-diakonischer Öffentlichkeitsarbeit wie folgt:

• Konzeptionelle kirchlich-diakonische Öffentlichkeitsarbeit ist zielgerichtete und interessengeleitete Steuerung von Kommunikation mit den wichtigen Adressatengruppen. (Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.)

Etwas anschaulicher wird es, wenn die Aufgabe kirchlich-diakonischer Öffentlichkeitsarbeit beschrieben wird:

• Adressaten machen sich Bilder vom Absender (=Fremdbilder). Das inhaltliche Ziel kirchlich-diakonischer Öffentlichkeitsarbeit besteht darin, die Fremdbilder der wichtigen Dialoggruppen im Sinne des Absenders zu beeinflussen, um so positive Bekanntheit zu steigern, Verständnis zu mehren und Vertrauen zu bekräftigen. Öffentlichkeitsarbeit ist damit im Wortsinn Auftragskommunikation.

2. Struktur und Aufbau

Öffentlichkeitsarbeit als Steuerung von Kommunikation umfasst fünf Ebenen:

• Klärungen und Entscheidungen zum Absender und zu den Adressaten

• Klärungen und Enscheidungen zu dem übergeordneten Ziel und den kommunikativen Zielen (wissen | fühlen | tun)

• Klärungen und Entscheidung zur eigenen strategischen Positionierung

• Wahl der Maßnahmen

• Wahl der Instrumente

Hilfreich und erfolgsversprechend ist eine Öffentlichkeitsarbeit, die diese fünf Ebenen konzeptionell von oben (Absender/Adressat) nach unten (Instrumente) entwirft und durchführt.


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