GKKD Gattwinkel Kommunikation für Kirche und Diakonie

Kirche ist Kommunikation

Die jüdisch-christlichen Tradition hat mit einem Gott zu tun, der kommunikativ ist und, wie Kurt Marti sagt, »gesellig«. Er ist gesellig in sich  hier liegt das Geheimnis der Trinität. Und er ist gesellig mit seinen Geschöpfen – er ist kommunikativ, er mag also gute Unterhaltung. Mit den Menschen hat er sich ein Gegenüber geschaffen, vielleicht zu seiner Unterhaltung. In der vielfältigen und geselligen Kommunikation Gottes mit sich und seinen Geschöpfen liegen Zuspruch und Anspruch, Förderung und Forderung.

Die Kirche als Organisation gelebten Glaubens ist folgerichtig nichts als Kommunikation. Alles kirchliche Handeln und Geschehen läßt sich als Kommunikation fassen: Gottesdienst und Predigt, Gesang und Gebet, Seelsorge und Unterricht, Diakonie und Gemeinschaft. Auch die materiellen Zeugnisse sind geronnene Kommunikation: Die hebräische und die griechische Bibel, die Kirchenbauten und die bildende Kunst.

Kirche ist Kommunikation. Kirchlich-diakonische Öffentlichkeitsarbeit steuert Kommunikation, nach innen wie nach außen. Deshalb ist kirchlich-diakonische Öffentlichkeitsarbeit eine Kernaufgabe, eine unverzichtbare »Lebens- und Wesensäußerung« von Kirche und Diakonie.


© Hilmar Gattwinkel GKKD